|
|
 |
 |
 |
 |
7.7.07: Bruno-Gedenkdemo in München
|
|
|
Mit ihrem Protest wollen sich die Tierfreunde für eine zeitgemäßere Jagdgesetzgebung einsetzen
Tierschützer gehen für Bruno auf die Straße
Tier- und Naturschützer rufen heute (7. Juli, 12.00 Uhr) in München zur «Bruno-Gedenkdemo» auf. Die 69. bundesweite Anti-Jagd-Demonstration soll nach Veranstalterangaben ganz im Zeichen des vor rund einem Jahr erschossenem Braunbären stehen.
München (ddp-bay). Tier- und Naturschützer rufen heute (7. Juli, 12.00 Uhr) in München zur «Bruno-Gedenkdemo» auf. Die 69. bundesweite Anti-Jagd-Demonstration soll nach Veranstalterangaben ganz im Zeichen des vor rund einem Jahr erschossenem Braunbären stehen. Der Fall Bruno hat nach Überzeugung der Initiative zur Abschaffung der Jagd gezeigt, dass die verantwortlichen Politiker von Natur- und Tierschutz keine Ahnung hätten. Mit ihrem Protest wollen sich die Tierfreunde für eine zeitgemäßere Jagdgesetzgebung einsetzen. Die Demonstranten wollen vom Münchner Karlsplatz zum Marienplatz ziehen. Dort wird eine Kundgebung mit Rednern verschiedener Tierschutzorganisationen abgehalten. Für Stimmung soll die «Tierrechtsband» AJ-Gang sorgen. (ddp)
Quelle: (PR-inside.com 07.07.2007 09:54:19)
-----------------------------------------------------------------
Gedenkdemo für Braunbär Bruno durch Münchner Innenstadt
Mehrere Hundert Tier- und Naturschützer haben am Samstag in München des Braunbären Bruno gedacht. Die 69. bundesweite Anti-Jagd-Demonstration durch die Innenstadt stand ganz im Zeichen des vor rund einem Jahr erschossenen Tiers. Kurt Eicher von der «Initiative zur Abschaffung der Jagd» forderte auf der Abschlusskundgebung am Marienplatz das sofortige Ende der Jagd. «Jagd hat nichts mit Naturschutz zu tun», sagte er.
München (ddp-bay). Mehrere Hundert Tier- und Naturschützer haben am Samstag in München des Braunbären Bruno gedacht. Die 69. bundesweite Anti-Jagd-Demonstration durch die Innenstadt stand ganz im Zeichen des vor rund einem Jahr erschossenen Tiers. Kurt Eicher von der «Initiative zur Abschaffung der Jagd» forderte auf der Abschlusskundgebung am Marienplatz das sofortige Ende der Jagd. «Jagd hat nichts mit Naturschutz zu tun», sagte er. Braunbär Bruno hatte im vergangenen Sommer bundesweit die Schlagzeilen beherrscht. Die Freude über den ersten Bären in freier Wildbahn in Bayern seit 170 Jahren wich damals rasch der Ernüchterung. Das aus dem Trentino stammende Tier verhielt sich nicht «bärentypisch». Auf seiner Wanderung durch das bayerisch-österreichische Grenzgebiet scheute er nicht die Nähe zu Menschen und riss zahlreiche Nutztiere. Der Staatsregierung wurde das Risiko schließlich zu groß. Sie gab Bruno zum Abschuss frei. Am 26. Juni 2006 wurde der Bär unweit des oberbayerischen Spitzingsees dann von Jägern erlegt. (folgt Feature bis 16.00 Uhr) ddp/mag/iha
Quelle: Ad-Hoc-News.de - 07.07.2007
-----------------------------------------------------------------
Gedenken an Bruno Demonstration für die Abschaffung der Jagd in München Von ddp-Korrespondentin Manuela Gotthartsleitner-Wagner
Inszenierte «Trauerstimmung» auf dem Münchner Marienplatz: Ein schwarzer Sarg, der mit einem Hirschgeweih versehen ist, wird von vier schwarz gekleideten Männern getragen. Mehrere hundert Menschen haben sich am Samstag in der Innenstadt zusammengefunden, um an den Abschuss von Braunbär Bruno vor gut einem Jahr zu erinnern und gegen die Jagd im allgemeinen zu protestieren.
München (ddp-bay). Inszenierte «Trauerstimmung» auf dem Münchner Marienplatz: Ein schwarzer Sarg, der mit einem Hirschgeweih versehen ist, wird von vier schwarz gekleideten Männern getragen. Mehrere hundert Menschen haben sich am Samstag in der Innenstadt zusammengefunden, um an den Abschuss von Braunbär Bruno vor gut einem Jahr zu erinnern und gegen die Jagd im allgemeinen zu protestieren. Den Zug wird von Trommlern angeführt, die einen Trauermarsch anstimmen. Dutzende Demonstranten tragen Transparente und große Plakate. Darauf ist zu lesen: «Jagd ist Mord», «Massaker in Wald und Flur» oder «Tiermord als Freizeitspaß?». Die Tierschützer verteilen Flyer an Passanten, die das eine Mal mit Interesse, das andere Mal mit deutlicher Distanz reagieren. Die den Angaben zufolge 69. Demonstration gegen Jagd und Jäger verstehen die Organisatoren als eine «Bruno-Gedenkdemo». »Bruno darf nicht vergessen werden«, sagt der Sprecher der «Initiative zur Abschaffung der Jagd» und Demonstrationsveranstalter Kurt Eicher im ddp-Gespräch. Den Abschuss von Bruno sieht Eicher als «abgekartetes Spiel der Politik». Ministerpräsident Edmund Stoiber habe Umweltminister Werner Schnappauf (beide CSU) den Rücken gedeckt, als dieser Bruno zum Abschuss freigab. «Der politische Tier- und Naturschutz hat hier gänzlich versagt», kritisiert er. Es müsse «endlich eine veränderte Sicht auf Naturschutz auf politischer Ebene geben». Die Bevölkerung stehe der Jagd ohnehin skeptisch gegenüber. «Wir sind der Meinung, dass wir unsere Natur vor den Jägern schützen müssen», sagt Eicher. Der Abschuss von Bruno sei die «Krönung der Geschichte» gewesen. «Das ist die Art mit Naturschutz umzugehen, die wir von Jägern kennen», schimpft er und fordert, dass die «Jagd als Hobby einer Minderheit» verboten werden muss. Bruno sei «das prominenteste Opfer», doch auch für die anderen Tiere «erheben wir unsere Stimme». Als der Demonstrationszug auf dem Marienplatz ankommt, sorgt die «AJ Band», eine auf Tierrechtstexte spezialisierte Musikgruppe aus Würzburg, mit ihren Songs für gute Laune. Der Sänger versteht es offensichtlich, die Passanten an die Bühne und die Infostände zu locken. «Kommen Sie näher, informieren Sie sich!», ruft er den Besuchern zu. Nach wenigen Songs hat sich vor der kleinen Bühne eine Gruppe meist jüngerer Zuhörer gebildet, die nach jedem Song applaudiert. Andere sind freilich von den Texten, die vorwiegend von Vegetarismus handeln und das Töten von Tieren strikt ablehnen, weniger angetan. Zwei ältere Herren lauschen etwas abseits den Songs und bestärken sich gegenseitig, welch ein «Schmarrn» das doch alles sei. Schließlich schütteln sie kräftig ihre Köpfe und suchen mit einer abfälligen Handbewegung das Weite. Eine Touristengruppe diskutiert eifrig über den Sinn der Veranstaltung und macht Fotos. Bruno war im vergangenen Jahr als erster Bär seit 170 Jahren von Italien über Österreich nach Bayern eingewandert. Wochenlang hatten Jäger erfolglos versucht, das Tier zu betäuben, um es einfangen zu können. Um Bruno aufzuspüren, wurden unter einem enormen Aufwand finnische Bärenhunde extra nach Bayern eingeflogen. Als die Suche nach dem Bären dennoch erfolglos blieb, wurde das Tier zum Abschuss freigegeben und am 26. Juni 2006 unweit des oberbayerischen Spitzingsees schließlich von Jägern erlegt. ddp/mag/iha
Quelle: Ad-Hoc-News.de - 08.07.2007
|
Nach oben
|
6.8.07: Jagd-Gegner contra "Lusttöter" / 7.7.07: 69. Demo »Natur ohne Jagd« in München
|
|
 |