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Anti-Jagd-Demo Presse

Tote durch Jäger und Jägerwaffen - wie lange noch?

Tödliche Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen – wie lange noch?

Verbot der Hobbyjagd jetzt!

Woche für Woche gehen Meldungen über Jagdunfälle und Gewalttaten mit Jägerwaffen durch die Presse: Von Hobby-Jägern, die ihre Jagdgenossen oder ihre Treiber mit Wildschweinen verwechseln. Von Jägern, die versehendlich oder im betrunkenen Zustand auf Spaziergänger oder Autos schießen. Von Jägern, die ihre Jagdwaffe auf die Ehefrau und die Kinder richten. Von Jägern, die einen verfeindeten Nachbarn oder einen Nebenbuhler erschießen.
„Wir fordern, dass die Hobby-Jagd in Deutschland verboten oder zumindest stark eingeschränkt wird“, sagt Kurt Eicher, Biologe und Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. „So könnte die Natur endlich aufatmen - und auch viele Menschenleben würden gerettet.“

In den letzten Tagen gab es gleich zwei schwere Jagdunfälle:
In der Uckermark wurde bei einer Jagd der Vize-Chef des Landesbauernverbands erschossen (Märkische Allgemeine, 18.9.2008). Zwei Tage später wurde in Nordwestmecklenburg ein 50-jähriger Jäger lebensgefährlich verletzt – ein anderer Jäger hatte ihn mit einem Wildschwein verwechselt (Ostseezeitung, 20.9.2008).
„Die Jagd ist nicht nur für Wildtiere und für unsere Haustiere - Jäger töten jedes Jahr ca. 300.000 Hauskatzen und ca. 30.000 Hunde - gefährlich, sondern auch für Menschen“, so Kurt Eicher von der Initiative zur Abschaffung der Jagd. „Die meisten Menschen wissen gar nicht, dass hunderte Menschen in den letzten 10 Jahren in Deutschland durch Jäger und Jägerwaffen starben.

In den vergangenen Jahren hat die Initiative zur Abschaffung der Jagd jährlich bis zu 40 Tote durch Jäger und Jägerwaffen allein in Deutschland dokumentiert – Menschen, die ohne die Jagd heute noch leben könnten. Dazu kommen erschreckend viele Fälle, bei denen der Ausgang zwar nicht tödlich war, das Opfer aber sein Leben lang unter den schweren Folgen leiden muss - wie die junge Frau aus Brandenburg, die im Maisfeld von einem Jäger angeschossen und lebensgefährlich verletzt wurde - und nun im Rollstuhl sitzt.

Opfer von Jägern sind also nicht nur Jägerkollegen und Treiber, die bei der Jagd versehendlich mit einem Tier verwechselt werden, sondern auch völlig unbeteiligte Personen: Spaziergänger, Mountainbiker, Reiter, Pilzsammler oder spielende Kinder. Jährlich werden den Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften rund 800 Jagdunfälle gemeldet - wobei diese Zahl sicherlich nur die Spitze des Eisberges ist. Und immer wieder gibt es Meldungen von Jägern, die auf ihre Ehefrau und die Kinder schießen - oder auf Nebenbuhler, Nachbarn oder Kneipenbesucher.
Sie finden das unglaublich? Hier eine kleine Auswahl von schockierenden Fällen, die in diesem Jahr durch die Presse gingen: Im Main-Kinzing-Kreis (Hessen) erschoss ein Jäger seinen Nachbarn, mit dem er verfeindet war (Frankfurter Rundschau, 11.6.2008). Nach einem Streit erschoss ein angetrunkener Jäger einen Kneipengast in einem Hagener Ausflugslokal (Kölner Express, 06.01.2008). In Frankfurt/Main übte ein Jäger Selbstjustiz und erschoss einen Mann, der nachts offenbar in eine Kleingartenanlage einbrechen wollte (Hessischer Rundfunk, 18.8.2008). In Neuruppin läuft der Prozess um den Tod der 6-Jährigen Nancy, die im Spiel mit dem Jagdgewehr des Vaters von ihrer Schwester erschossen wurde (Welt, 02.01.2008). In Köln schoss ein besoffener Jäger auf Spaziergänger (Kölner Express, 16.6.2008). In Limmersdorf/Oberfranken schoss ein alkoholisierter Jäger nach der Kirchweih auf eine Gruppe Jugendlicher (Frankenpost, 26.8.2008). In der Nähe von Ulm bedrohte ein Jäger eine Reiterin mit Gewehr im Anschlag (Augsburger Allgemeine, 07.08.08). Immer wieder war zu lesen, dass ein Jäger auf ein Auto schoss – die Insassen entgingen zum Glück knapp der Katastrophe (z.B. Prima Sonntag, 16.3.2008). Und immer wieder gibt es Berichte von Familientragödien und von Jägern, die drohen, die Ehefrau oder Lebensgefährtin zu erschießen – zweimal rettete ein Einsatzkommando der Polizei den betroffenen Frauen das Leben (Generalanzeiger Bonn, 15.03.2008; Neue Westfälische, 04.07.2008).

„Schusswaffen gehören nicht in die Hände von Freizeitjägern, die diese völlig unkontrolliert benutzen können“, so Kurt Eicher, Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. Er zitiert den Dichter Leo Tolstoi, der gesagt hat: „Vom Tiermord vom Menschenmord ist nur ein Schritt.“ Eicher berichtet, dass er selbst schon des öfteren Morddrohungen von Jägern bekommen habe. „Auch andere Kritiker der Jagd berichten immer wieder von Drohungen, Morddrohungen und Nötigungen durch Jäger.“

Wissenschaftliche Studien zeigen: Die Natur reguliert sich selbst. Um ihren blutigen Sport zu rechtfertigen, behauptet die Jägerlobby, Jagd sei ökologisch notwendig. Eine solche These ist wissenschaftlich nicht haltbar. „Jagd schadet unserer Natur und schädigt das ökologische Gleichgewicht in unseren Wäldern“, so der Biologe Kurt Eicher. „Es wird höchste Zeit, dass die Gesetzgebung in Deutschland endlich dem aktuellen wissenschaftlichen Erkennnisstand und dem Willen der Bevölkerungsmehrheit angepasst wird.“ Mit dieser Forderung liegt die Initiatove zur Abschaggung der Jagd voll im Trend. Repräsentative Umfragen der letzten Jahre zeigen: der Deutschen sind gegen die Hobbyjagd.



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Stoppt Wildschwein-Massaker!

Jäger geben zu: Wildschwein-Problem ist jägergemacht!

Kaum ist es Herbst geworden, sind sie wieder da, die vielen Meldungen in der Presse: Eine explosionsartige Vermehrung von Wildschweinen bedrohe die Landwirtschaft. Wildschwein-Horden würden unsere Städte und Dörfer heimsuchen. Der Straßenverkehr sei gefährdet durch Wildschweine auf der Fahrbahn... Ein nahezu apokalyptisches Bild wird da gezeichnet. Wie gut, dass es die Jäger gibt, unsere Retter in der Not. – Aber Moment mal: Wird da nicht der Bock zum Gärtner gemacht? Warum ist denn die Sozialstruktur der Wildschweine so aus den Fugen geraten?

Norbert Happ, der bekannteste Wildschweinkenner in Deutschland, - selber Jäger - ist überzeugt: Die Nachwuchsschwemme ist hausgemacht! Denn für die explosionsartige Vermehrung der Wildschweine seien die Jägern selbst verantwortlich: »Ungeordnete Sozialverhältnisse im Schwarzwildbestand mit unkoordiniertem Frischen und Rauschen und unkontrollierbarer Kindervermehrung sind ausschließlich der Jagdausübung anzulasten«, so Happ (in der Jägerzeitung "Wild und Hund", 23/2002).

Wildschweinschwemme „hausgemacht“: Jagd führt zur Vermehrung der Wildschweine
Mutter Natur hatte eigentlich alles hervorragend geregelt: Erfahrene weibliche Wildschweine, die Leitbachen, sorgen für die Ordnung in der Rotte und für Geburtenkontrolle. Die Hormone der Leitbachen bestimmen die Empfängnisbereitschaft aller Weibchen der Gruppe und verhindern, dass zu junge Tiere befruchtet werden. Männliche Tiere (Keiler) statten den Rotten nur Besuche zur Paarung ab. Fehlen die Leitbachen, weil sie bei der Jagd getötet wurden, löst sich die Ordnung auf: Führungslose Wildschweine brechen in die Felder ein. Und junge Bachen sind schon unter einem Jahr empfängnisbereit und bekommen Frischlinge. Während früher Wildschweine einmal im Jahr Nachwuchs bekamen, gibt es jetzt drei mal im Jahr Junge. Folge (sogar laut Jagdverband): "Unkontrollierbare Vermehrung".

Jäger karren Unmengen von Futter in den Wald
Weil Jäger gerne Wildschweine schießen, diese Tiere aber in der Regel schlauer sind, versuchen die Jäger Wildschweine mit Futter anzulocken, um sie vor die Flinte zu bekommen. Diesen "Trick" nennt der Jäger "Kirrung". Und weil Jäger gerne viele Tiere vor die Flinte bekommen möchten, sorgen sie für die Vermehrung der Wildschweine - und so wird so manche Kirrung eine ganz ordentliche Futterstelle...
Die Wildforschungsstelle Aulendorf ermittelte, dass allein in Baden-Württembergs jährlich 4000 Tonnen Mais als „Kirrung“ ausgebracht werden – das sind für ein erlegtes Wildschwein im Schnitt etwa 100 Kilo (!) Mais - in manchen Revieren sogar über 400 Kilo! Hinzu kommt die Fütterung mit Kraftfutter im Winter, die noch mal in ähnlicher Größenordnung liegen dürfte – und die viele illegalen Fütterungen, die Naturschützer und Jagdgegner immer wieder aufdecken und zur Anzeige bringen. Der NABU-Jagdexperte Michael Hug weist darauf hin, dass Wildschweine „gemästet werden wie ein Hausschwein".
Gerade die Fütterung mit Mais fördert wegen seinem sehr hohen Stärkeanteil (im Gegensatz zur natürlichen Nahrung) die Furchtbarkeit der Bachen – und kurbelt damit die Vermehrung der Wildschweine an. Selbstverständlich sind die Jäger dann gerne bereit, diese (jägergemachte!) Vermehrung wieder zu dezimieren...

Jäger geraten immer mehr in die Kritik – und müssen ihr blutiges Hobby rechtfertigen.
Die Jagd ist heute ein Hobby, ein Freizeitvergnügen – und in ihren Jagdzeitschriften geben die Jäger ihre "Lust am Töten" und "Freude am Beutemachen“ inzwischen offen zugeben. Dieses Hobby-Töten kann die überwiegende Mehrheit der Menschen heute nicht mehr gutheißen. Repräsentative Umfragen der letzten Jahre zeigen übereinstimmend: 70-80% der Deutschen stehen der Jagd kritisch gegenüber oder fordern sogar die Abschaffung der Jagd. (Quellen: GEWIS-Institut 1996; GEWIS-Insitut 2002; EMNID-Institut 2003, EMNID-Institut 2004) Und darum verbrämen die Jäger ihr blutiges Hobby in der Öffentlichkeit und behaupten, Jagd wäre notwendig, weil sonst die Wildschweine alle Felder verwüsten und die Rehe den Wald auffressen...



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Jubiläum: 80. Anti-Jagd-Demo in Mainz

Am Samstag Jubiläum in Mainz:
Tierschützer aus ganz Deutschland geben den Tieren ihre Stimme

80. bundesweite Demonstration
»Natur ohne Jagd«

»Schafft die Jagd ab!« Am 7. Juni gehen mehrere hundert Tier- und Naturschützer aus ganz Deutschland in Mainz für eine Natur ohne Jagd auf die Straße – zum 80. Mal in Folge. »Die Zeiten sollten vorbei sein, in denen `Jäger aus Kurpfalz´ das Wild schießen dürfen, wie es ihnen gefällt!«, so Kurt Eicher, Biologe und Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. »Es vergeht derzeit keine Woche, in der nicht ein Jagd-Skandal in Rheinland-Pfalz öffentlich gemacht wird«, so Eicher weiter. »`Gar lustig ist die Jägerei´ - wie es im Lied `Ein Jäger aus Kurpfalz´ heißt - allenfalls für die Jäger. Für die Tiere ist die Jagd grausame Quälerei!« Auch die Mehrheit der Deutschen findet die Jagd gar nicht lustig, wie repräsentative Umfragen der letzten Jahre immer wieder eindrücklich belegen.
Um den Ruf nach einem tierfreundlichen Landesjagdgesetz nachdrücklich zu unterstützen, findet die 80. bundesweite Anti-Jagd-Demo in der rheinland-pfälzischen Hauptstadt statt - mit Vertretern von über 20 Tier- und Naturschutzorganisationen aus allen Teilen Deutschlands und dem benachbarten Ausland. Start ist um 12 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz, die Kundgebung beginnt um 13 Uhr auf dem Neubrunnenplatz.

»Die Behauptung der Jäger, Jagd wäre notwendig, um die Tierbestände zu regulieren, sind wissenschaftlich längst widerlegt«, so der Biologe Kurt Eicher. Dies belegen auch die Erfahrungen in unbejagten Gebieten Europas: hier sind Tiere und Natur im Gleichgewicht.
Trotzdem werden in Deutschland jedes Jahr 5 Millionen Wildtiere erschossen, erschlagen oder in Fallen grausam getötet: Alle 6 Sekunden stirbt ein Tier durch Jägerhand.
»In ihren Jagdzeitschriften geben die Jäger offen zu, dass es bei der Jagd um die `Lust am Töten´ und `die Freude am Beute machen´ geht«, so Eicher weiter. »Opfer der Jäger werden nicht nur Wildtiere, sondern auch Haustiere: ca. 300.000 Hauskatzen und ca. 40.000 Hunde jedes Jahr.«
Und was dies meisten Menschen nicht wissen: Jedes Jahr sterben alleine in Deutschland etwa 40 Menschen durch Jäger und Jägerwaffen. Opfer werden sowohl Jägerkollegen und Treiber, aber auch die Ehefrau und die Kinder von Jägern, Spaziergänger, Mountainbiker, Bärlauchsammler oder spielende Kinder. Dies dokumentiert die Initiative zur Abschaffung der Jagd seit vielen Jahren auf ihrer Internetseite www.abschaffung-der-jagd.de.

Die große Mehrheit der Deutschen steht der Jagd kritisch gegenüber, immer mehr Bürger fordern die Abschaffung der Jagd. Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger treten in repräsentativen Umfragen für ein Verbot der Jagd auf wildlebende Tiere als Freizeitsport (Hobbyjagd), für eine Begrenzung der Jagd zugunsten des Tierschutzes, für ein Verbot der Jagd auf Zugvögel, für ein Verbot des Haustierabschusses, für ein Verbot von Totschlagfallen sowie für eine Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften ein: jeder Grundeigentümer soll selbst entscheiden dürfen, ob Jäger auf seinem eigenen Grundstück Tiere tot schießen dürfen oder nicht. (Quellen: GEWIS-Institut 1996; GEWIS-Insitut 2002; EMNID-Institut 2003, EMNID-Institut 2004)



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Protest gegen Jägertag in Bamberg

Internationale Großdemonstration „Natur ohne Jagd“ mit 500 Teilnehmern: Tierschützer protestieren gegen Bayerischen Landesjägertag in Bamberg

Jäger führen Krieg gegen die Schöpfung Gottes!

Unter dem Motto »Jäger im Ehrenamt für Natur und Gesellschaft« und »Jäger im Dienste an der Schöpfung Gottes« feiern sich am kommenden Wochenende die Bayerischen Waidmänner beim Landesjägertag in Bamberg. Tierschützer halten dieses Motto für eine Perversion: »»Wie um alles in der Welt kann das Totschießen unschuldiger Tiere – Geschöpfe Gottes – ein Dienst an der Schöpfung sein? Jäger führen Krieg gegen die Schöpfung Gottes!«, so der Biologe Kurt Eicher, Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. »Wir brauchen keine Jäger, die als Hobby und Freizeitvergnügen Tiere tot schießen!« Mit einer internationalen Großdemonstration werden 500 Tier- und Naturschützer aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland am Samstag anlässlich in Bamberg gegen das blutige Hobby der Lusttöter protestieren. Start ist um 14 Uhr am Hauptbahnhof, die große Kundgebung findet auf dem Grünen Markt statt. Von ca. 17.00 – 19.30 Uhr werden die Tierschützer anlässlich der Hubertusmesse eine Mahnwache vor dem Kaiserdom halten.

»Hubertus, warum jagst du mich?« - Darauf beendete Hubertus das Jagen.

Der Legende nach war Hubertus ein leidenschaftlicher Jäger. Als er eines Tages bei der Jagd einen Hirsch schießen wollte, stellte sich dieser ihm plötzlich entgegen. Zwischen seinem Geweih erstrahlte ein Kreuz, und in der Gestalt des Hirsches sprach Christus zu ihm: »Hubertus, warum jagst du mich?« Hubertus stieg vom Pferd und kniete vor dem Hirsch nieder. Von diesem Moment an entsagte Hubertus der Jagd. »Alle Jäger sollten sich den heiligen Hubertus zum Vorbild nehmen und aufhören zu jagen!«, so die Tierschützer.
Lesen Sie dazu unseren Flyer: "Schluss mit Hubertusmessen! Wann folgen Jäger Hubertus nach?" (pdf-download) [739 KB]

Die große Mehrheit der Deutschen steht der Jagd kritisch gegenüber, immer mehr Bürger fordern die Abschaffung der Jagd.

Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger treten in repräsentativen Umfragen für ein Verbot der Jagd auf wildlebende Tiere als Freizeitsport ein.
Aktuelle wissenschaftliche Studien beweisen: Die Natur reguliert sich selbst. In unbejagten Gebieten Europas finden Tiere und Natur wieder in ein Gleichgewicht.
Dass die wahre Motivation für die Jagd die »Lust am Töten« und »Freude am Beute machen« ist, geben die Jäger in den einschlägigen Jagdzeitschriften inzwischen offen zu. Doch rechtfertigt die »Lust« einiger weniger das Töten von jährlich über 5 Millionen Wildtieren - allein in Deutschland? Im Übrigen: Jäger schießen nicht nur auf Wildtiere – Jäger schießen auch auf Haustiere und Menschen. Jedes Jahr kommen ca. 350.000 Haustiere und etwa 40 Menschen durch Jäger und Jägerwaffen ums Leben!


Internationale Großdemonstration »Natur ohne Jagd« in Bamberg anlässlich des Jägertags mit Hubertusmesse am Samstag, den 5. April:

Ablauf:

14.00 Uhr Start der Anti-Jagd-Demo vor dem Hauptbahnhof Bamberg
Demonstrationszug über Luitpoltstraße – Königstraße – über Kettenbrücke in die Fußgängerzone

14.30 - 16 Uhr: Kundgebung in der Innenstadt am Grünen Markt
- mit Rednern verschiedener Tier- und Naturschutzorganisationen aus ganz Deutschland sowie dem europäischen Ausland
- Informationsstände
- für alle Teilnehmer kostenlos: Leckere Verpflegung ohne Tierleid!

17.00 - 19.30 Uhr: Mahnwache auf dem Domplatz anlässlich der
Hubertusmesse im Kaiserdom, die von 18.00 - 19.00 Uhr statt findet
- Gedenkveranstaltung für die toten Tiere – als Gegenpol zur Hubertusmesse
- Rehabilitation von Hubertus: Hubertus sah im Geweih eines Hirsches ein Kreuz und hörte die Frage von Christus: „Hubertus, warum jagst du mich?“ – Daraufhin entsagte Hubertus der Jagd.
- Forderung an den Papst und die katholischen Bischöfe und Kirchenvertreter, endlich das christliche Mäntelchen abzulegen – denn wer Waffen segnet und den brutalen Mord an den Tieren, ist nicht christlich!



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Mahnwache bei Eröffnung der Bruno-Austellung




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Kurz nach Ostern, am Donnerstag, den 27. März 2008, wird der ausgestopfte Bär Bruno zum ersten Mal ausgestellt - im Museum »Mensch und Natur« in München.
Pressemeldung
Link zum Museum

Die Initiative zur Abschaffung der Jagd wird sich an diesem Tag an einer Mahnwache vor dem Museum beteiligen - in Gedenken an Bär Bruno.


Machen Sie mit!
Anmeldung: info@abschaffung-der-jagd.de



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Bär Bruno ausgestopft im Museum „Mensch und Natur“

Warum werden Namen der Bruno-Jäger noch immer wie ein Staatsgeheimnis gehütet?


Die Tragödie um Bär Bruno nimmt kein Ende: Erst wurde Bruno mit großem Rummel in Bayern begrüßt, dann ließ die Staatsregierung den Bären erschießen und beeilte sich, den Bären an einem geheimen Ort auf Eis legen zu lassen. Ab dem 27. März wird Brunos Leiche nun in Museum »Mensch und Natur« ausgestellt. Doch bis heute gibt es viele, viele Fragezeichen: Wer hat den Bären Bruno erschossen? Warum wurden zwei Videobänder gestohlen, auf dem die Bruno-Töter zu sehen waren? Welche Rolle spielte Landtagsabgeordneter und Jägerpräsident Vocke? Und warum werden die Namen der Bruno-Töter bis heute wie ein Staatsgeheimnis gehütet? - Der Bär, ein international streng geschütztes Tier, bekam in Bayern keinen Schutz - aber seine Mörder!

Aufnahmen der Bruno-Jäger - Einbruch und Diebstahl von Beweismaterial


Zufällig filmte ein Münchner Filmemacher die Bruno-Jäger bei ihren Vorbereitungen zum Abschuss. Zweieinhalb Wochen später wurde unter mysteriösen Umständen in das Filmbüro eingebrochen. Das einzige, was fehlte, waren zwei Digitalkameras und die beiden Originalbänder der Aufnahmen mit der Aufschrift »Bärenjagd«. Kopien existierten keine. Da drängen sich doch geradezu Fragen auf wie: Wer hat die Filmaufnahmen gestohlen? Wer gab den Auftrag zu dem gezielten Diebstahl? Was durfte auf keinen Fall an die Öffentlichkeit gelangen? - Watergate lässt grüßen!

Welche Rolle spielte Jägerpräsident Vocke?

Interessant ist auch, wer im Hintergrund die Fäden zog. Besonders brisant ist hier die Frage: Welche Rolle spielte der bayerische Landtagsabgeordnete und Jägerpräsident Vocke beim Abschuss des Bären Bruno? Die Süddeutsche Zeitung schrieb am 3.11.2006 über die Klage von Rechtsanwalt Riechwald gegen den Abschuss: »Vor allem der Präsident des Landesjagdverbandes, Vocke, spiele in diesem Zusammenhang eine äußerst unrühmliche Rolle.«
Das sagte Jägerpräsident Vocke hinter verschlossenen Türen (am 20. Juni 2006 in der Expertenrunde Bär im Umweltministerium – Auszüge aus dem Protokoll): »Der Bär müsse daher mit allen geeigneten Mitteln aus der Natur entnommen werden... Es müsse daher auch der Abschuss ermöglicht werden. Des weiteren schlug er die Verwendung von besonders weit reichenden Waffen mit Nachtsichtzielgeräten... vor.« (...) »Herr Prof. Vocke... schlug nochmals vor, eine spezielle Gruppe von Jägern, bestehend aus Berufsjägern und Polizisten mit Jagdschein, mit der Aufgabe der Bärenverfolgung zu betrauen. Zudem verwies er darauf, dass die Jäger nicht gerne in den Medien als Bärentöter dargestellt werden möchten.«

Bruno – Ein Symbol für alle Tiere
»Bruno ist zum Symbol für den Umgang des Menschen auch mit anderen Tieren geworden: Rehe, Hasen und Wildschweinen werden millionenfach von Menschen getötet – aus `Lust am Töten´ und `Freude am Beutemachen´«, so Kurt Eicher, Biologe und Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. »Tiere haben - trotz Staatsziel `Tierschutz´ - nach wie vor keine Rechte, keine Lobby in unserem Staat.«



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Brisante Hintergründe

Watergate in München:
Wer erschoss Bär Bruno? Wer klaute Film-Aufnahmen der Bruno-Jäger?


Als Bär Bruno im Frühsommer 2006 erschossen wurde, war die Empörung im In- und Ausland riesengroß. Tierfreunde demonstrierten gegen den Bärenmord, die bayerische Staatsregierung beeilte sich, die Leiche des Bären an einem geheimen Ort auf Eis legen zu lassen. Auch eineinhalb Jahre später gibt es viele, viele Fragezeichen: Wer hat den Bären Bruno erschossen? Warum wurden zwei Videobänder gestohlen, auf dem die Bruno-Töter zu sehen waren? Welche Rolle spielte der bayerische Landtagsabgeordnete und Jägerpräsident Vocke? Und warum werden die Namen der Bruno-Töter bis heute wie ein Staatsgeheimnis gehütet?
Der Bär, ein international streng geschütztes Tier, bekam in Bayern keinen Schutz - aber seine Mörder!

Wir erinnern uns: Bruno machte internationale Schlagzeilen. Er war der erste Bär in Deutschland seit 170 Jahren. Trotz Fußballweltmeisterschaft in Deutschland beherrschte der Braunbär die Medien. Doch weil Bruno - dem Alter nach noch ein Bärenkind - sich verhielt wie ein Bär, und weil ihm einige Schafe und Hühner zum Opfer gefallen waren, verhängte eine »Expertenrunde« im Bayerischen Umweltministerium das Todesurteil - und das, obwohl der Bär unter strengstem Artenschutz stand und auf keinen Fall getötet werden durfte. Eine Gefahr für Menschen sei er, weil er wenig Scheu zeige - dabei hatte Bruno keinem Menschen etwas getan!

Kaum hatte Skandalminister Schnappauf Bruno zum Abschuss freigegeben, war der Braunbär schon erschossen. Wie konnte es dazu kommen? Mehr als eineinhalb Jahre nach Brunos gewaltsamem Tod liegen »Freiheit für Tiere« nun brisante Hintergrund-Informationen vor...

»Notstands«-Verfügung an alle, die zur Ausübung der Jagd befugt sind, Bruno zu töten

Am Sonntag, dem 25. Juni 2006 gegen 20.40 Uhr erhielt Herr Betz vom Landratsamt Miesbach von der Polizeiinspektion Miesbach einen Anruf, dass der gesuchte Braunbär Bruno auf der Spitzingalm nahe dem Rotwandhaus gesehen worden sei. Herr Betz rief daraufhin im Bayerischen Umweltministerium an und wurde informiert, dass seit dem 23. Juni eine Allgemeinverfügung der Regierung von Oberbayern zum sofortigen Vollzug zum Abschuss des Braunbären bestehe: »Die Regierung von Oberbayern erteilt mit Allgemeinverfügung vom 23. Juni 2006 allen, die zur Ausübung der Jagd befugt sind, in den betroffenen Landkreisen die Genehmigung, dem Braunbären JJ1 nachzustellen und ihn zu töten.«

Der Beamte des Umweltministeriums beauftragte Herrn Betz, »sein Team« hinauszuschicken. Denn da die Abschuss bereits in Erwägung gezogen worden war, hatte Herr Betz ein Team von ausgebildeten und entsprechend ausgestatteten Jagdscheininhabern ausgesucht, die den Bären bejagen sollten.
Um 21 Uhr schickte Herr Betz sein zuvor bestimmtes Einsatzteam zur Rotwand. Wenige Stunden später, in der Nacht zum 26. Juni um 4.40 Uhr, wurde der Braunbär Bruno erschossen. Angeblich bestand das Abschuss-Kommando des Landratsamts Miesbach aus drei Schützen. Herr Betz versicherte, dass das »ausgewählte und zum Nachstellen und Töten des Bären eingesetzte Expertenteam ausschließlich aus Inhabern gültiger Jagdscheine bestand, die darüber hinaus insbesondere unter Berücksichtigung ihrer persönlichen Qualifikation, jagdlichen Erfahrung und waffentechnischen Ausstattung für die Durchführung der unpopulären Maßnahme, ausschließlich im öffentlichen Interesse, dafür in Frage kommen konnten.«

Zufällig lichtete ein Münchner Filmemacher die Bruno-Jäger ab

Am Abend vor dem Abschuss des Bären Bruno war ein Münchner Filmemacher mit einem Bekannten im Rotwandgebiet nahe dem Spitzigsee unterwegs. Während der Bekannte das Auto fuhr, ließ der Filmemacher seine Kamera laufen. Dabei filmte er zufällig ein Polizeiauto, einen Mercedes-Geländewagen (wie ihn Jäger fahren) sowie drei Jäger. Einer der drei Jäger sei ein »Polizistenjäger« gewesen. Als wenige Stunden später bekannt wurde, dass Bär Bruno erschossen worden war, wurden dem Filmemacher und seinem Bekannten die Brisanz der Aufnahmen deutlich: Sie hatten die Bruno-Jäger bei ihren Vorbereitungen zum Abschuss gefilmt! Und weil ihnen die Brisanz so klar war, stritten sie gegenüber der Presse ab, dass sie Aufnahmen der Jäger hätten und erzählten nur wenigen Mitarbeitern davon.
Aber irgendwie muss doch jemand davon erfahren haben...

Watergate lässt grüßen: Einbruch und Diebstahl des Beweismaterials

Zwei Wochen später, in der Nacht vom 11. auf den 12. Juli 2006, wurde unter mysteriösen Umständen in das Filmbüro eingebrochen. Wertvolle Kameras, Computeranlagen - alles ließen die Einbrecher unversehrt. Das einzige, was fehlte, waren zwei Digitalkameras und die beiden Originalbänder der Aufnahmen mit der Aufschrift »Bärenjagd«. Er war gezielter Diebstahl. Kopien existierten keine.

Am 12. Juli 2006 wurde der Staatsanwaltschaft München I ein »besonders schwerer Diebstahl in/aus dem Büro des Filmautors« gemeldet. Auf einem Computer befand sich noch ein Teil der Filmaufnahme, auf der die Jäger und ihre Fahrzeuge zu sehen waren. Der Filmemacher und sein Kollege wurden von der Kriminalpolizei »eingehend« zu »Verhaltensweisen auch im Sinne auf die DAG-Maßnahmen belehrt.« Daraufhin händigten sie »freiwillig« die gesicherte DVD als Abzug aus und löschten die Aufnahmen im Computer.

Da drängen sich doch geradezu Fragen auf wie: Wer hat die Filmaufnahmen gestohlen? Wer gab den Auftrag zu dem gezielten Diebstahl? Warum wurden die Aufnahmen gestohlen? Was durfte auf keinen Fall an die Öffentlichkeit gelangen? - Watergate lässt grüßen!

Wer erschoss den Bären Bruno?
Welche Rolle spielte Jägerpräsident Vocke?

Niemand traut sich, die Namen der Bruno-Töter preiszugeben. Journalisten, denen die Namen bekannt wurden, schweigen - vor wem haben sie Angst? Wer setzt sie unter Druck?

Bereits am 26.6.2006, dem Tag des Abschusses von Bruno, stellte die Staatsanwältin Titz eine Verfügung an die Polizeiinspektion Miesbach zu: »In dem Ermittlungsverfahren gegen die Verantwortlichen des Bärenabschusses am 26.06.2006 im Bereich Schliersee bitte ich, den oder die Schützen zu ermitteln sowie die genauen Modalitäten des Abschusses zu klären.« Doch wurde diese Verfügung schon gleich am nächsten Tag vom leitenden Oberstaatsanwalt Dr. Hödl aufgehoben. Die Namen der Schützen werden seitdem wie ein Staatsgeheimnis gehütet.

Die Namen der Bruno-Jäger sind das eine. Interessant ist auch, wer im Hintergrund die Fäden zog. Besonders brisant ist hier die Frage: Welche Rolle spielte der bayerische Landtagsabgeordnete und Jägerpräsident Vocke beim Abschuss des Bären Bruno? Die Süddeutsche Zeitung schrieb am 3.11.2006 über die Klage von Rechtsanwalt Riechwald gegen den Abschuss: »Vor allem der Präsident des Landesjagdverbandes, Vocke, spiele in diesem Zusammenhang eine äußerst unrühmliche Rolle.«



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Dichtung und Wahrheit

Offizielle Aussagen von Jägerpräsident Vocke und dem Bayerischen Jagdverband

26. Juni 2006 (Tag des Abschusses von Bär Bruno):
Pressemeldung des Bayerischen Jagdverbands: »Jagdverband bedauert Abschuss von Bruno«
Der Präsident des Landesjagdverbandes Bayern, Jürgen Vocke, hat sich zurückhaltend zum Abschuss von Braunbär »Bruno« geäußert. »Einerseits bedauern wir die Tötung des Bären,
auf der anderen Seite sind wir froh, dass keine Personenschäden zu beklagen waren«, erklärte Vocke am Montag. ...
Nach Angaben von Verbandssprecher Thomas Schreder gingen nach »Brunos« Tod zahlreiche E-Mails und Anrufe mit Kritik und Beschimpfungen bis hin zu Drohungen beim Verband ein.

7. Juli 2006: Jägerpräsident Vocke an Minister Schnappauf: Offener Brief in Sachen Bruno
Sehr geehrter Herr Staatsminister,
die letzten Tage waren leider von einer irrationalen Aufregung um den Abschuss des Braunbären geprägt. (...)
Heute muss ich aus einer dpa-Meldung entnehmen, dass Sie im Zusammenhang mit der genetischen Untersuchung von »JJ1« leider die »Bayerischen Jäger« als Ausführende bezeichnet haben.
Diese Äußerungen haben wir mit größter Verwunderung aufgenommen, da unseres Wissens nach ein Sicherheitsteam des Landratsamtes in einem Revier, das nicht von der bayerischen Jägerschaft betreut wird, sondern allein den »Bayerischen Staatsforsten« zuzurechnen ist, den Bären im hoheitlichen Auftrag erlegt hat. Deshalb darf und kann dieser Abschuss nicht der privaten Jägerschaft quasi wie eine »Jagdhandlung« zugeordnet werden. Ich bitte Sie, diesen Sachverhalt klarzustellen, damit nicht die gesamte Bayerische Jägerschaft für etwas an den Pranger gestellt wird, was sie nicht zu verantworten hat. Für eine Nachricht von Ihnen, die dann an unsere 44.000 Jäger in ganz Bayern weitergegeben werden kann, wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Mit den besten Grüßen,
Prof. Dr. Jürgen Vocke, MdL

August 2006: Vockes Verbandszeitschrift »Jagd in Bayern« (8/2006) beklagt sich bitter, dass nach dem Abschuss des Bären Bruno Kritik an den Jägern und dem Bayerischen Landesjagdverband BJV mit Jägerpräsident Vocke an der Spitze laut wurde:
»Die Geschichte von Deutschlands erstem Braunbären nach 170 Jahren musste mit einem Schuss enden, da das Tier eine mögliche Sicherheitsgefahr für Menschen darstellte. Der BJV ist seither trotz intensiver Medienarbeit zum Ziel öffentlicher Hetze geworden - noch dazu völlig zu Unrecht, da die Schützen einem Sicherheitsteam des zuständigen Landratsamtes angehörten.«
»Für den BJV trat am 26. Juni ein Super-GAU ein. Kaum hatten die Medien den Abschuss des Problembären Bruno gemeldet, prasselten diffamierende E-mails in die Computer der Geschäftsstelle: Flüche, Morddrohungen, Hasstiraden. Und ein paar wenige Meinungsbriefe im normalen Tonfall. Bei tausend hörten die Mitarbeiter auf zu zählen. Ausgedruckt ergeben die Mails eine Last von 7,5 Kilogramm Papier...«
»`Immerhin wurde der Bär nicht von Privatjägern in einem Privatrevier, sondern von einem dreiköpfigen Sicherheitsteam der Behörden in einem Staatsjagdrevier getötet´, stellt Dr. Joachim Reddemann klar.«
»Schon am 23. Mai hatte BJV-Präsident Jürgen Vocke in einer Pressemeldung deutlich gemacht, dass der Bär - wenn überhaupt - nur im staatlichen Auftrag getötet werden würde. Eine gute Woche später rief Vocke die Jäger dann komplett zurück, da finnische Bärenteams einreisen würden, die die Aufgabe übernähmen.«
»Auch als am 23. Juni die Meldung kam, dass sich das finnische Team unverrichteter Dinge zurückziehen werde, gab der BJV erneut die Parole an seine Mitglieder aus: `Nicht auf den Bären schießen!´ Bei Sichtung solle statt dessen sofort die Polizei verständigt werden. Doch alle Zurückhaltung und alle Vorsichtsmaßnahmen nutzten nichts: Als Bär JJ1 von dem Sicherheitsteam aus der Wildbahn genommen wurde, so wie es die Bärenexperten Felix Knauer, Manfred Wölfl und Dr. Georg Rauer, WWF-Bärenanwalt, angeraten hatten und wie es Umweltminister Dr. Werner Schnappauf angeordnet hatte, wurde der BJV zum Ziel öffentlicher Hetze.«  
Und das sagte Jägerpräsident Vocke hinter verschlossenen Türen...

20. Juni 2006: Expertenrunde Bär im StMUGV (=Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz von Schnappauf) - Auszüge aus dem Protokoll

»Der Präsident des Landesjagdverbandes, Prof. Dr. Vocke, bestätigte aus seiner Sicht die Einschätzung... Der Bär müsse daher mit allen geeigneten Mitteln aus der Natur entnommen werden.«
»... Es müsse daher auch der Abschuss ermöglicht werden. Des weiteren schlug er die Verwendung von besonders weit reichenden Waffen mit Nachsichtzielgeräten... vor. Da es sich bei der Verfolgung von JJ1 nicht um eine Jagdausübung handele, sondern um die Abwehr einer Gefahrenlage, sieht er nur wenige Möglichkeiten für den LJV (= Landesjagdverband). Allerdings wies er darauf hin, dass viele Mitglieder seines Verbandes Polizisten seien, die er als besonders geeignet für diese Aufgabe sehe.«

Prof. Dr. Vocke, LJV, und Herr Faltl, BaySF (= Bayerische Staatsforste) sagten die Unterstützung der Finnen beim weiteren Verfolgen des Bären JJ1 zu, auch für den Fall seines Abschusses durch das Bärenteam. Beide Herren baten jedoch darum, weder die Jägerschaft noch die Bayerischen Staatsforste in den Medien zu nennen, wenn es um die Kommunikation der Abschussoption für die Finnen gehe.

M (= Minister Schnappauf) stellte abschließend klar, dass in der öffentlichen Darstellung immer noch der Fang die 1. Priorität habe. Aus Verantwortung für die Bevölkerung müsse den Finnen jedoch durch deren Auftraggeber StMUGV (=Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz von Schnappauf) die Legitimation gegeben werden, beim 1. Zugriff gegebenenfalls den Bären zu erlegen, wenn ein Narkotisieren nicht möglich sei. M werde hierzu ein Gespräch mit dem Tiroler Landesrat Steixner führen (einem Jäger - Anm. d. Redaktion), um für Tirol ein gleichartiges Vorgehen zu ermöglichen.
Ergebnis: Die Handlungsmöglichkeiten des Teams werden um den Abschuss erweitert, wenn ein Fang nicht möglich ist. Die Entscheidung darüber liegt bei dem Team vor Ort.
Ergänzende Information: Im Nachgang zur Expertenrunde hat M zweimal mit Herrn Landesrat Steixner telefoniert. Dieser lehnt eine Erweiterung des Auftrages an die Finnen jedoch ab.

Weiteres Vorgehen ab Montag, den 26.6.2006 (Tag des Abschusses von Bär Bruno - Anm. d. Redaktion)
Als nächstes wurde das weitere Vorgehen für die Zeit nach der Abreise der letzten beiden finnischen Jäger für den Fall besprochen, dass der Bär nicht aus der freien Wildbahn entfernt werden könnte.
Herr Prof. Vocke, LJV ... schlug nochmals vor, eine spezielle Gruppe von Jägern, bestehend aus Berufsjägern und Polizisten mit Jagdschein, mit der Aufgabe der Bärenverfolgung zu betrauen. Zudem verwies er darauf, dass die Jäger nicht gerne in den Medien als Bärentöter dargestellt werden möchten.
M stellte klar, dass man am Montag mit den Fangmöglichkeiten am Ende sei. ... Daher bleibt ab Montag, den 26.06.2006, nur noch der Abschuss des Bären...
Es folgte eine breite Diskussion der Möglichkeit für den Abschuss des Bären. Herr Prof. Dr. Vocke und Herr Imm, beide LJV, wiesen erneut darauf hin, dass die Jäger wegen der Medien sehr zurückhaltend seien.«
»A schlug daher abschließend mit Unterstützung von Herrn Prof. Vocke ein zweigleisiges Vorgehen vor: Eine allgemeine Abschussaufforderung, begleitet von der Einsetzung einer Spezialtruppe.«  


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Einstellung der Deutschen zur Jagd

Repräsentative Umfragen:

GEWIS-Institut vom 29.07.2002:
68% “Der Staat sollte die Jagd auf wildlebende Tiere als Freizeitsport verbieten.”
12% “Ich bin für die generelle Abschaffung der Jagd.”
4% “Ich bin für eine Begrenzung der Jagd zugunsten des Tierschutzes.”
3% “Ich bin grundsätzlich gegen ein Jagdverbot.”

EMNID-Umfrage vom 10.09.2003:
78% halten das jagdliche Töten von Tieren durch Hobbyjäger für eher schlecht
81% fordern ein Verbot der Jagd auf Zugvögel
77% befürworten ein Verbot von Totschlagfallen
65% sind der Auffassung, der Grundeigentümer muss selbst entscheiden dürfen,
ob seine Ländereien bejagt werden oder nicht

EMNID-Umfrage vom 09.09.2004:
76,3% stehen der Jagd kritisch gegenüber oder lehnen sie ab
68,1% sind der Meinung, dass die Bundesregierung die Jagdausübung künftig stärker nach Gesichtspunkten des Natur- und Tierschutzes regulieren sollte
67,4 % befürworten ein generelles Verbot der Fallenjagd
80,4% sprechen sich für ein Verbot von Bleimunition aus
90% wünschen eine Überprüfung der Schießleistung von Jägern



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Vocke kneift: Kein Prozess vor Oberlandesgericht

Ist Jägerpräsident Vocke ein Lusttöter?
Vocke kneift: Kein Prozess vor dem Oberlandesgericht

Am 23.10.2007 sollte das Oberlandesgericht München darüber entscheiden, ob die Initiative zur Abschaffung der Jagd die Frage stellen darf: »Ist Landtagsabgeordneter Vocke ein Lusttöter?« Doch einen Tag vor dem Prozess zog Vocke zurück - der Verhandlungstermin wurde abgesetzt. Die Demonstration der Tierschützer vor dem Gericht in der Prielmayerstr. 5 fand Uhr dennoch statt.

Bilder von der Demo vor dem Oberlandesgericht

»Jägerpräsident Vocke:
Im Wald schießt er lustvoll und toll, vor Gericht hat er die Hosen voll!«

So feige wie die Jäger die Tiere im Wald abknallen, so feige sind sie vor Gericht. Jäger fühlen sich nur im Wald stark, wenn sie mit der Waffe in der Hand auf wehrlose, unschuldige Tiere schießen - feige und aus dem Hinterhalt heraus. Doch die Auseinandersetzung in der Öffentlichkeit und vor Gericht scheut der Jägerpräsident. Er erscheint erst gar nicht vor Gericht.

»Jägerpräsident Vocke gibt selbst zu, aus Lust Tiere zu töten«

In der Jägerzeitung »Jagd in Bayern« stellte der Landtagsabgeordnete und Jägerpräsident Vocke fest: »Natürlich ist uns Jägern... eine erfolgreiche Pirsch, ein erlegter Bock oder ein Wildschweinbraten eine große Freude. Die Jagd ist nicht nur Dienst und Pflicht, sie ist Passion und Glück.«

Die Initiative zur Abschaffung der Jagd schrieb daraufhin in einem Flugblatt an Vocke: »Wissen Sie denn nicht, dass ‚Passion' auf deutsch ‚Leidenschaft' und ‚Lust' heißt? Sie geben also selbst zu, aus Lust Tiere zu töten.« Daraus ergab sich die Frage, die über dem Flugblatt stand: »Ist Landtagsabgeordneter Vocke ein Lusttöter?« - Daraufhin zog Vocke vor Gericht...

Ob man die Frage »Ist Landtagsabgeordneter Vocke ein Lusttöter?« überhaupt stellen darf, beschäftigte schon zwei Gerichte. Das Landgericht München II hielt sie für zulässig. Das Landgericht München I untersagte sie, erlaubte aber gleichzeitig, dem Jägerpräsidenten in einem Flugblatt mitzuteilen: »Sie geben also selbst zu, aus Lust Tiere zu töten.« Das Ergebnis war paradox. Man durfte Vocke nachsagen, dass er zugibt, aus Lust Tiere zu töten, aber man durfte nicht fragen, ob er ein Lusttöter sei. Die Öffentlichkeit nahm dieses Ergebnis zum Teil kopfschüttelnd zur Kenntnis, wie sich aus zahlreichen Presseartikeln und einer ausführlichen Berichterstattung des Bayerischen Rundfunks ergibt. Die Jagdgegner legten gegen das Verbot, Vocke als »Lusttöter« zu bezeichnen, Berufung ein.

Die Berufungsverhandlung sollte am 23. Oktober 2007 um 11.30 Uhr vor dem Oberlandesgericht München stattfinden. Doch am 22. Oktober nahm Vocke seinen Antrag auf Erlass einer Unterlassungsverfügung gegen Kurt Eicher von der Initiative zur Abschaffung der Jagd zurück. Damit wird die Entscheidung, mit der Kurt Eicher untersagt wurde, öffentlich die Frage zu stellen: »Ist Landtagsabgeordneter Vocke ein Lusttöter?« wirkungslos.

Dieses Prozessergebnis, bei dem der Schnellschuss des Jägerpräsidenten vor Gericht zum Rohrkrepierer wurde, ist ein bedeutsamer Sieg der bundesdeutschen Anti-Jagd-Bewegung. »Jetzt darf man gegenüber den Jägern die Dinge endlich beim Namen nennen und den obersten Repräsentanten der bayerischen Jäger auf sein blutiges Hobby nachhaltig ansprechen. Das Jägerlatein, mit dem der Blutsport der Lusttöter ökologisch verbrämt wird, wird von immer mehr Menschen durchschaut, die über den Jagdterror in Feld und Wald empört sind«, so Kurt Eicher, Sprecher der Jagdgegner.

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Mo., 20.8.: Demo in München

Haben Jäger Lust am Töten?

Gericht entscheidet:
Jägerpräsident Vocke darf nicht als »Lusttöter« bezeichnet werden.

Aber erlaubt ist: »Sie geben also selbst zu, aus Lust Tiere zu töten«

Weil die Initiative zur Abschaffung der Jagd die Frage aufwarf: »Ist Landtagsabgeordneter Vocke ein Lusttöter?«, hat er Unterlassungsklage erhoben, über die am Montag, den 20.8.2007, vor dem Landgericht München 1 verhandelt wurde.

Hintergrund

Vor dem Gericht demonstrierten Tier- und Naturschützern aus Deutschland und dem benachbarten Ausland.
Der Demonstration der Initiative zur Abschaffung der Jagd schlossen sich Vertreter weiterer Tier- und Naturschutzorganisationen an: von der internationalen Tierrechtsorganisation PETA, dem Verein Natur ohne Jagd e.V., der Bürgerbewegung »Zwangsbejagung ade«, den Tierversuchsgegnern Dachau, dem Verein RespekTiere aus Salzburg/Österreich, »No alla Caccia« aus Italien u.a.

Bilder von der Demonstration



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Flyer


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Hintergrund zur Demo am 20.8.

Ausgangspunkt waren die Forderungen von Tier- und Naturschützern bei der 66. Demonstration »Natur ohne Jagd« am 31. 2007 in München anlässlich der Jägermesse »Jagen und Fischen.
Link zum pdf-download
Unter der Überschrift »Absurde Anti-Jagd-Demonstrationen« schrieb er wörtlich:
»Wie fern und abseits erscheinen da die Ausfälle radikaler Jagdgegner, die in den Jägern "Lusttöter" sehen und in der Jagd einen "Freiraum für Verbrechen bis zum Mord und für sexuelle Lust".« Anmerkung: Letztes ist nicht das Zitat eines Jagdgegners, sondern von dem renommierten Psychoanalytiker und Jäger Paul Parin aus seinem Buch »Die Leidenschaft des Jägers«. mehr dazu
»Doch wir lassen uns die Freude an der Jagd nicht nehmen! ...Natürlich ist uns Jägern ein schöner Anblick, eine erfolgreiche Pirsch, ein erlegter Bock oder ein Wildschweinbraten eine große Freude. Die Jagd ist nicht nur Dienst und Pflicht, sie ist Passion...« Link zum pdf-download

Die Initiative zur Abschaffung der Jagd von Kurt Eicher reagierte darauf mit einem Handzettel, in dem sie Herrn Vocke die Frage stellte: »Wissen Sie denn nicht, das »Passion« auf deutsch »Leidenschaft« und »Lust« heißt? Sie geben also selbst zu, aus Lust Tiere zu töten.«
Der Handzettel mit Überschrift: »Ist Landtagsabgeordneter Vocke ein Lusttöter?« wurde bei der 69. bundesweiten Demonstration »Natur ohne Jagd« am 7.7.2007 in München verteilt.
Pressemeldung lesen Presseecho

Daraufhin schickte Vocke dem Jagdgegner Kurt Eicher per Anwalt eine Unterlassungsaufforderung: Er wehrte sich gegen Satz »Sie geben also selbst zu, aus Lust Tiere zu töten« und die Frage: »Ist Landtagsabgeordneter Vocke ein Lusttöter?«

Das Landgericht München entschied am 20.8.2007:
In Bezug auf den Jägerpräsidenten Vocke darf man diese Frage nicht stellen.
Nicht beanstandet wurde: »Sie geben also selbst zu, aus Lust Tiere zu töten«.


Ab 10 Uhr demonstrierten Tier- und Naturschützer aus Deutschland und dem benachbarten Ausland vor dem Gericht.

Der Demonstration der Initiative zur Abschaffung der Jagd schlossen sich Vertreter weiterer Tier- und Naturschutzorganisationen an: von der internationalen Tierrechtsorganisation PETA, dem Verein Natur ohne Jagd e.V., der Bürgerbewegung »Zwangsbejagung ade«, den Tierversuchsgegnern Dachau, dem Verein RespekTiere aus Salzburg/Österreich, »No alla Caccia« aus Italien u.a.

Bilder von der Demonstration



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Das Zitat von Paul Parin

»Jagd eröffnet einen Freiraum für Verbrechen bis zum Mord und für sexuelle Lust« - dieses Zitat, das Vocke in der Jägerzeitung »Jagd in Bayern« 6/2007 Tierschützern in die Schuhe schiebt, stammt von einem Jäger: von Paul Parin, Neurologe, mehrfach ausgezeichneter Psychoanalytiker und Schriftsteller, Ehrendoktor der Universität Klagenfurt.

Ob diese Aussage wirklich zutrifft, können wir als Nicht-Jäger nicht beurteilen. Jedenfalls schreibt Parin in seinem Buch »Die Leidenschaft des Jägers« über die Leidenschaft, die Passion, das Jagdfieber folgendes:

»Seit meinen ersten Jagdabenteuern weiß ich: Jagd eröffnet einen Freiraum für Verbrechen bis zum Mord und für sexuelle Lust, wann und wo immer gejagt wird... Die wirkliche Jagd ist ohne vorsätzliche Tötung nicht zu haben. Leidenschaftlich Jagende wollen töten. Jagd ohne Mord ist ein Begriff, der sich selber aufhebt... Und weil es sich um Leidenschaft, Gier, Wollust handelt - um ein Fieber eben - geht es ... um sex and crime, um sexuelle Lust und Verbrechen jeder Art, um Mord und Lustmord.« (Paul Parin: Die Leidenschaft des Jägers, Hamburg, 2003).
Jeder Zeitgenosse muss sich selbst ein Bild darüber machen, ob es wirklich so ist.



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