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3.11.07: »Natur ohne Jagd« in Hannover
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»Hubertus entsagte der Jagd – Jäger, folgt Hubertus nach!« Zum Hubertustag am 3. November:
73. bundesweite Demonstration »Natur ohne Jagd« in Hannover
Am 3. November feiern die Jäger den Hubertustag. Der Legende nach war Hubertus ein leidenschaftlicher Jäger - bis er auf einer Jagd im Geweih eines Hirsches ein Kreuz sah und die Frage hörte: »Hubertus, warum jagst du mich?« Darauf beendete Hubertus das Jagen. Trotzdem finden alljährlich die so genannten Hubertusjagden sowie Hubertusmessen in Kirchen statt. Darum lautet der Ruf von Tierschützern am 3.11. in Hannover: »Schluss mit Hubertusmessen – Jäger folgt Hubertus nach!«
Seit 6 Jahren - seit Oktober 2001 - gehen an jedem ersten Samstag im Monat Tierschützer aus dem gesamten deutschsprachigen Raum für eine Natur ohne Jagd auf die Straße. Das Aktionsbündnis »Natur ohne Jagd« hat sich mit seinen »Forderungen für eine Novellierung der Landesjagdgesetze und Konzepte für eine Natur ohne Jagd« an alle Ministerpräsidenten und Landwirtschaftsminister der Länder sowie alle Abgeordneten des niedersächsischen Landtages gewendet. »Wenn die Parteien die Stimmen von uns Tierschützern haben wollen, müssen die Politiker den Tieren ihre Stimme geben«, sagt Kurt Eicher, Biologe und Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd mit Blick auf den niedersächsischen Wahlkampf. Um den Ruf nach tierfreundlichen Jagdgesetzen nachdrücklich zu unterstützen, startet die 73. bundesweite Anti-Jagd-Demo am 3. November um 12 Uhr am Hauptbahnhof Hannover. Der Demonstrationszug führt durch die Fußgängerzone, ab 13 Uhr findet eine große Kundgebung mit Vertretern mehrerer Tierschutzorganisationen statt.
Nachdem sich Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer gegen eine Novellierung des Bundesjagdgesetzes ausgesprochen hat, sind nun die Länder am Zug: Die Föderalismusreform gestattet es nämlich den einzelnen Bundesländern, vom Bundesjagdgesetz abweichende Regelungen für das Jagdwesen zu treffen. Dies ist dringend erforderlich, geht doch das Bundesjagdgesetz in seinen Grundzügen auf das Reichsjagdgesetz zurück, das der Trophäenjäger Hermann Göring, Hitlers Reichsjägermeister, 1934 erlassen hat. Das jagdliche Brauchtum und die Trophäenorientierung wurde nicht einmal ansatzweise verändert. »In deutschen Wäldern und Fluren gelten also nicht moderne Maßstäbe von Natur- und Tierschutz, sondern Jagdtraditionen aus einer dunklen Zeit«, kritisiert Kurt Eicher, Biologe und Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. Die weitreichende Zerstörung von Lebensräumen, das weltweite Artensterben sowie ein gewachsenes Bewusstsein in der Bevölkerung für Tier- und Naturschutz fordern andere Gesetze als noch vor 50 oder gar 70 Jahren.
Die große Mehrheit der Deutschen steht der Jagd kritisch gegenüber, immer mehr Bürger fordern die Abschaffung der Jagd. Mehr als zwei Drittel treten in repräsentativen Umfragen für ein Verbot der Jagd auf wildlebende Tiere als Freizeitsport (Hobbyjagd) ein, für ein Verbot der Jagd auf Zugvögel, für ein Verbot des Haustierabschusses, für ein Verbot von Totschlagfallen. Weiterhin wird die Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften gefordert: Jeder Grundeigentümer soll selbst entscheiden dürfen, ob Jäger auf seinen Ländereien jagen dürfen oder nicht. (Quellen: GEWIS-Institut 1996; GEWIS-Insitut 2002; EMNID-Institut 2003, EMNID-Institut 2004)
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1.12.07 in München: »Stoppt die Lusttöter!« / Vocke kneift: Kein Prozess vor Oberlandesgericht
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