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Roland Dunkel, Jägertag Bamberg 2008
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Rede von Roland Dunkel,
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Arbeitskreis für humanen Tierschutz und gegen Tierversuche e.V.:
Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer!
„Jäger im Ehrenamt für Natur und Gesellschaft“, so lautet das Motto der Landesjäger-Tagung, die an diesem Wochenende hier in Bamberg stattfindet.
Nun mögen Jäger ihr blutiges Vergnügen durchaus als eine ehrenvolle Aufgabe betrachten. Jäger mögen auch ganz fest daran glauben, dass sie ein Ehrenamt begleiten – verliehen von Natur und Gesellschaft, wenn sie feige aus dem Hinterhalt auf friedliche Tiere schießen, Fallen aufstellen, mit Bleischrot die Umwelt vergiften, usw.
Es ist heute nicht unsere Aufgabe herauszufinden, wer oder was für dieses Krankheitsbild verantwortlich ist, woher sie denn kommen, die seelischen Störungen. Vielmehr gilt es darauf hinzuweisen, dass dieses Motto „Jäger im Ehrenamt für Natur und Gesellschaft“ nicht das Geringste mit der Wahrheit zu tun hat (schon mancher Bock hat sich zum Gärtner gemacht, ein Ehrenamt dafür wurde bisher aber noch keinem verliehen!). Die Natur jedenfalls, wenn sie es denn könnte, würde den auf Hochsitzen lauernden, mit modernen Waffen ausgestatteten, manchmal nach Alkohol riechenden „Möchtegern-Ersatzwölfen“ niemals ein Ehrenamt verleihen. Noch dazu, wo doch die Natur uns Menschen immer wieder zu verstehen gibt, dass sie uns eben nicht braucht - insbesondere Jäger nicht braucht. Jagdfreie Gebiete unterstreichen dies eindrucksvoll!
Und wie sieht es aus mit der Gesellschaft? Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt die Jagd ab. Auch das hört sich nicht nach „Ehrenamt“ an, eher wie eine schallende Ohrfeige für die Jägerschaft!
Das Motto der Jägerveranstaltung reiht sich also mühelos in die lange Märchenliste der Jäger ein. Doch das ist nichts besonderes, das hat Tradition. So werden sich die Flintenökologen auch heute und morgen bei ihren Fachsimpeleien und Beratungen neue Rechtfertigungsversuche für ihre Lust ausdenken.
Und wer weiß, vielleicht hilft ihnen die Kirche dabei. Unchristlichkeit als Voraussetzung dafür, wäre auch in dieser Organisation zweifelsohne vorhanden. Denken wir nur an die heute Abend, hier in Bamberg, stattfindende Hubertusmesse. Denn wer will schon ernsthaft damit rechnen, dass heute Abend, sozusagen im Lichte der katholisch-kirchlichen Botschaft, die Wahrheit erstrahlen wird? Die Wahrheit als ein wesentlicher Bestandteil der kirchlichen Verkündungsebene.
Pfarrer Kühn, der die Jägerinnen und Jäger willkommen heißen und segnen wird, müsste sich dann ungefähr so anhören: Ihr Jägerinnen und Jäger, macht es wie der Hl. Hubertus, hört auf mit dem Jagen! Ihr tötet Mitgeschöpfe aus völlig niederen Beweggründen. Ihr tötet sie nämlich aus Lust, aus Spaß, aus Leidenschaft! Das Töten ist euer Hobby! Es bereitet euch den besonderen „Kick“! Dieses Lusttöten aber, bedeutet für einen Großteil der bejagten Tiere einen qualvollen Tod! Sei es durch eine Falle, oder dadurch, dass angeschossene Tiere tagelang mit dem Tode ringen. Mit euren Gewehren zerreißt ihr Familienbanden. Ihr versetzt Tiere in panische Angst, wenn ihr Treibjagden veranstaltet oder eure Jagdhunde in Bauten und Höhlen hetzt, damit sie Tiere vor euch und euren schussbereiten Flinten zwingen! Durch Fütterungen sorgt ihr für hohe Wildbestände und somit für zahlreiche Trophäen, mit denen ihr dann euere Häuser schmückt! Aber ihr tötet nicht nur, ihr belügt auch die Öffentlichkeit, indem ihr eure leid- und todbringende Leidenschaft mit der Erhaltung eines natürlichen Gleichgewichtes zu verschleiern versucht. Hört endlich auf damit! Ihr Jägerinnen und Jäger, macht es wie der Hl. Hubertus! Hört endlich auf damit!
Meine Damen und Herren, die Wahrheit würde die Hubertusmesse zu dem aufwerten, was sie eigentlich auch sein sollte, nämlich ein Strahl aus dem großen Licht der Botschaft Christi. Ähnlich wie das Kreuz, das dem Heiligen Hubertus zwischen dem Geweih eines Hirsches erschien, sollte sie in die Lebenswirklichkeit hineinleuchten und die Hobbyjäger im 21. Jahrhundert zur Umkehr bewegen. Niemand brauchte dann mehr einen Gedanken an eine Abschaffung der Hubertusmesse verschwenden.
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Dr. Hanna Rheinz, Initiative jüdischer Tierschutz / Prof. Dr. Karnowsky, Protest gegen Jägertag
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